
Für Airbus eines der größten Systemgebäude Europas errichtet
Die Beverunger Baufirma OFRA Generalbau hat auf dem Hamburger Airbus-Gelände an der Elbe eines der größten Systemgebäude Europas errichtet. Das fünfgeschossige Gebäude aus vorgefertigten Raummodulen schafft circa 15.600 Quadratmeter Nutzfläche und wird rund 800 Arbeitsplätze beherbergen. Baubeginn war der 17. Juli diesen Jahres. Bereits nach weniger als drei Monaten konnte mehr als ein Drittel der Fläche übergeben werden. Eine zweite Teilübergabe von weiteren 5.864 Quadratmetern erfolgte Ende November nach nur viereinhalb Monaten. Die Fertigstellung des repräsentativen Verwaltungsbaus ist für Januar 2003 vorgesehen. Damit konnte OFRA auch in diesem Jahr wieder erfolgreich dem Abwärtstrend in der Baubranche trotzen. Der Jahresumsatz wird von der Unternehmensleitung mit circa 50 Millionen Euro angegeben.Architektonisches Highlight des Airbus-Gebäudes mit der Nummer 61 wird ein zentraler fünfeinhalbgeschossiger Rundbau aus Stein. Durch das zusätzliche halbe Geschoss verpasst er dem zu großen Teilen mit dekorativen Glasfronten versehenen Bauwerk sein ganz spezifisches Aussehen. Doch nicht nur die Außenwirkung ist hoch bei dem kreisrunden Gebäudemittelpunkt. Zur Mitte hin offen und auf jeder Etage von einer Galerie umgeben, wird er vor allem als kommunikativer Mittelpunkt für die Airbusmitarbeiter dienen.
Hauptargumente für OFRA als ausführendes Unternehmen für den neuen Verwaltungsbau war die kurze Bauzeit – insgesamt sind nur 24 Wochen von der Grundsteinlegung bis zur Fertigstellung veranschlagt: Aufgrund der Debatte um das Projekt A 380 sei bei der Planung nur wenig zeitlicher Spielraum geblieben. Eine konventionelle Bauweise wäre viel zu langwierig gewesen, erklärt Hans-Jürgen Glüsing, Ingenieur und Vizepräsident General Services bei Airbus. Und da man mit Ofra schon mehrfach erfolgreich zusammengearbeitet habe, sei die Entscheidung für die Systembauweise leicht gefallen. Das alteingesessene Beverunger Bauunternehmen hat seit Dezember 2000 bereits sieben Verwaltungsgebäude und ein Ausbildungszentrum mit insgesamt 17.952 Quadratmetern Bruttogebäudefläche auf dem Hamburger Airbusgelände errichtet.
Besonderheit in Hamburg: Die Systemeinheiten – beplankte Stahlskelette, die in Beverungen inklusive Fenstern und Türen vorgefertigt werden – mussten über die Elbe angeliefert werden. Dazu wurden die Elemente, die normalerweise auf Tiefladern quer durch Deutschland transportiert werden, so präpariert, dass sie im Hamburger Hafen auf spezielle Schwimmpontons direkt verladen werden konnten.
Ofra Generalbau, Mitglied der Ofra-Gruppe, konnte auch in diesem Jahr wieder erfolgreich dem Abwärtstrend in der Baubranche trotzen. Ohne Umsatzeinbrüche habe man auch das Jahr 2002 erfolgreich beenden können, resümiert Ofra-Inhaber Oliver Franz, der das 1945 gegründete Unternehmen, unterstützt von Mitgesellschafter und Geschäftsführer Helmut Bößmann, bereits in zweiter Generation fortführt.
Zu dem diesjährigen guten Ergebnis beigetragen haben neben Airbus die Stiftung Mariahilf in Stadtlohn, für die zwei aufwendige Ärztehäuser errichtet wurden, die Stadt Frankfurt, für die ein architektonisch repräsentativer Schulbau an der Anne-Frank-Schule dringend benötigten Schulraum schaffte, sowie für das Unternehmen Kursana Residenzen, für das Ofra im sächsischen Meerane ein Pflegeheim im gewohnten Standard errichtete. Doch auch Spezialbauten gehören zum Leistungsspektrum des Systembauunternehmens – diesjährig errichtet für die Forschungsabteilung der Bonner Klinik Venusberg oder den Mannheimer Hersteller von Salzbadtechnologie Durferrit. Zur Ofra-Gruppe gehören des Weiteren ein Hotel auf Mallorca sowie eine Firma für Facility-Management und –Beratung.
19. Dezember 2002
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