
Systembau – eine Bautechnologie für die Zukunft
Beverungen.Termin- und fachgerechte Umsetzung von Bauvorhaben, hohe Flexibilität bei kurzfristigen Planungsänderungen, problemlose Erweiterungsmöglichkeiten – das alles lässt sich mit der von der Firma OFRA Generalbau entwickelten und perfektionierten Systembauweise realisieren. Und zwar in kurzen Bauzeiten und auf einem hohen Qualitätsstandard.
Raum auf Raum statt Stein auf Stein
Der Clou dieser Bauweise: Die Gebäude werden als Summe einzelner Räume verstanden, die neben, vor- und übereinander angeordnet sind. Jedes vom Architekten individuell geplante Haus wird im Planungsstadium in diese Systemeinheiten oder Module unterteilt. Dazu werden am Computer die genauen Daten der einzelnen Systemeinheiten nach den angefertigten Bauzeichnungen errechnet. Das gewährleistet eine exakte und zeitsparende Endmontage vor Ort.
Der „Bau“
Mit computergestützter Planung (CAD) werden die einzelnen Module in großen Produktionshallen unter Berücksichtigung der Maßvorgaben industriell vorgefertigt. Die Einheiten bestehen aus einem Stahlskelett mit integrierten Außenwänden, Decken, Böden, Fenstern und Treppen. In der Endmontage am Bauort werden die fertigen Module nur noch über- bzw. nebeneinandergesetzt, verschraubt oder verschweißt. Die beim individuellen Häuserbau notwendigen Wartezeiten, die für die Trocknung der feucht eingebrachten Baustoffe entstehen, entfallen: Durch den hohen Vorfertigungsgrad kommen die Systemeinheiten montagefertig, also trocken, auf die Baustelle, so dass der Rohbau in wenigen Tagen fertiggestellt wird. Und da auch das Wetter kein Hindernis bei der Errichtung eines Systembaus darstellt, kann bei einem in der Systembauweise erstellten Gebäude bereits im Vorfeld verbindlich ein Termin zur Schlüsselübergabe vereinbart werden.
Gestalterische Freiheiten
Da ausschließlich die Stahlkonstruktion das gesamte Gebäude stützt, muss keine Wand mit Rücksicht auf statische Funktionen eingezogen werden. Jede der bis zu sieben Etagen kann somit einen eigenen Grundriss aufweisen, die Raumgröße kann flexibel aufgeteilt und so auch nachträglich noch der individuellen Nutzung angepasst werden.
Kombinationsmöglichkeiten
Die Systembauweise kann aber durchaus auch mit der Massivbauweise kombiniert werden. So werden zum Beispiel Keller oder Baukörper massiv ausgeführt, die aufgrund ihrer Dimensionen eine Betondecke erfordern, andere in der erheblich schnelleren Systembauweise.
Qualität
Trotz unterschiedlicher Größen und Formen der Raumeinheiten ist es möglich, die Arbeitsabläufe wie den Einbau von Estrich, Wänden und Fenstern, zu optimieren. Die Kontrollmöglichkeiten der Arbeitsabläufe gewährleisten garantiert einen gleichbleibend hohen Qualitätsstandard der vorgefertigten Stahlskelettbauteile.
Ökologie
Die zentrale Produktion ermöglicht die optimale Ausnutzung vorhandener Materialien sowie die passgenaue Herstellung der Systemeinheiten. Das reduziert die Menge des anfallenden Bauschutts, der ansonsten kostenträchtig entsorgt werden müsste.
Optimal gedämmte Ständerwerkswände sorgen zudem dafür, dass der Energieverbrauch nicht über 50 kwh / m² Wohnfläche steigt beziehungsweise die Heizkosten gesenkt werden. Damit erfüllt ein OFRA Systembau auch die Anforderungen des Niedrigenergie-Standards. Grund dafür ist die statische Unabhängigkeit der Systembauten von seinen Wänden. Die Wandmaterialien können auf diese Weise ausschließlich nach ihrer dämmenden Wirkung ausgesucht werden. Zusätzlich gewährleisten optimierte Wandquerschnitte eine wesentliche bessere Raumausnutzung bei dennoch optimalem Schall- und Wärmeschutz. Gutachten der TU Braunschweig belegen schließlich, dass auch ein vorschriftsmäßiger Brandschutz erfolgt. Systembauten werden deshalb versicherungstechnisch wie konventionelle Gebäude bewertet.
Der Preis
Die größte Attraktivität der ganzheitlichen Planung, Fertigung und Montage liegt aber sicherlich im Preis. Sparen kann man vor allem durch die erheblich kürzeren Bauzeiten. Komplexes Baumanagement und optimierte Logistik von der Planung bis zur abschließenden Endreinigung kennzeichnen den Systembau. Je nach Größe lassen sich so z.B. Kindertagesstätten oder Schulgebäude in neun bis elf Wochen realisieren, Verwaltungsgebäude, je nach Größenordnung, stehen innerhalb von zwei bis vier Monaten. Die Möglichkeit der Aufstockung bis zu sieben Etagen ermöglicht zudem einen sparsamen Umgang mit teurem Bauland. Und wer anderweitig Prioritäten bei seinen Investitionen setzen muss, dem bietet OFRA als Systembauer eine besondere Art der Generalübernahme an. Nicht nur die Verantwortung für sämtliche Gewerke zählt dazu. OFRA übernimmt auch die Finanzierung und das Baurisiko. Je nach Vertrag kann der Kunde das Objekt anschließend zu vorher vereinbarten Konditionen kaufen, mieten oder leasen. Eine Möglichkeit, die gern genutzt wird von Ländern und Kommunen, um dringend benötigte Kliniken oder Kindergärten zu realisieren.
Zufriedene Kunden geben dem Konzept Recht
Speziell dieses Angebot der Finanzierung machten sich auch DeTe-Immobilien sowie EADS-Airbus zunutze, als der Bauauftrag zur Erweiterung der bestehenden Verwaltungsgebäude in Bonn-Beuel und Hamburg erneut an OFRA vergeben wurde. Insgesamt 420 Bauteile von 14,10 m Länge und 4,20 m Breite ergeben bei DeTe-Immobilien inzwischen 18.000 m² Gebäudefläche.
INFO-BOX
Objektarten
- Verwaltungsgebäude
- Wohngebäude / Mehrfamilienhäuser
- Hotelgebäude
- Klinik- / Laborgebäude
- Schulen / Kindergärten
Technische Details
- Fußbodenkonstruktion: Estrichboden (Aufbau von unten nach oben): verzinktes Trapezblech, Sickenverfüllung aus Magerbeton, 80mm Isolierung, Schrenzlage, 45mm Estrich
- Holzunterboden: verzinktes oder bandbeschichtetes Trapezblech, 120mm Mineralwollmatten mit Dampfsperre aus Alufolie, 40mm ruhender Luftraum, 25 mm koch und wasserfest verleimte Spanplatte V 100 EI
- Zwischendecke: Fußbodenbelag, Fließestrich, Schrenzlage, Trittschallmatte, Sickenfüllung Beton, Trapezblech, Mineralwolle, Dämmplatte, Deckenträger, Brandschutzplatte, Abgehängte Decke
- Dachaufbau (innen Þ außen): Tapete, Gipskarton, Dampfsperre, Unterkonstruktion, Wärmedämmstoff, Unterspannbahn, Kanterlattung, Dachlattung, Dacheindeckung
Beverungen, Juli 2001
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