Bereichsbild - ARCHITEKTUR AUS DER FABRIK- Möglichkeiten der Systembauweise | News - OFRA Informationen - Systembau - OFRA Generalbau GmbH & Co KG – Bauen mit System

ARCHITEKTUR AUS DER FABRIK- Möglichkeiten der Systembauweise

Die Baubranche kämpft. Der anhaltende Strukturwandel im Bauwesen verschärft die Arbeitsmarktsituation der Architekten. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind nicht exquisite, teure Solitäre gefragt. Eine Alternative bietet das systemische Bauen: Anspruchsvolle Gestaltung und hohe Wirtschaftlichkeit müssen beim elementierten Bauen keinen Widerspruch darstellen - ein Symposium für Architekten und Ingenieure in der Akademie der Architekten | Sachsen in Dresden befasst sich mit Erfahrungen und Zukunft in dieser Bauweise. Im elementierten Bauen sieht Prof. Richard Horden eine Chance für die moderne Architektur. Module sind die Leidenschaft des Architekten aus London: Bei überschaubaren Baukosten könne seiner Überzeugung nach jeder gestalterische Wunsch Realität werden. Das modulare Bauen schränkt die Gestaltungsfreiheit der Architekten nicht ein: Der Systembau erfüllt alle Anforderungen einer modernen Ästhetik. Heute können alle üblichen Bautechniken mit Systembau kombiniert werden, der Individualität sind keine Grenzen gesetzt. Auch der konventionelle Mauerwerksbau arbeitet immer häufiger mit vorgefertigten Elementen. Abgesehen von Lehrstühlen wie dem von Prof. Horden an der TU München, ist das systemische Bauen im Architekturstudium immer noch kaum verankert. Doch in Zeiten schwieriger Arbeitsmarktlage sollten sich angehende Architekten frühzeitig über Nischen und Spezialisierungen informieren, um flexibel auf die veränderte Situation reagieren zu können. Die Zeiten, in denen sich Architekten in erster Linie als Baukünstler sehen konnten, sind vorbei: Heute muss sich der Architekt auch als Dienstleister verstehen, der flexibel auf die Wünsche seiner Kunden reagieren muss. Systembau reduziert die Bauzeit, ist im Planungsprozess individuell reaktionsfähig, kann wetterunabhängig produziert und fristgerecht geliefert werden. Auch Vorhaben mit hochspezifischen Ansprüche sind im Systembau zu bewältigen. Dies belegen Projekte der Ofra Generalbau, die vor kurzem die Knochenmark-Transplantationsklinik der José-Carreras-Stiftung in Leipzig realisierte, bei der es höchste Hygienestandards einzuhalten galt. Im Operations- und Laborbereich waren rissfreie Materialien gefordert, die gegen Eindringung und Festsetzung von Bakterienstämmen Oberflächensterilität garantierten. In gleicher Weise galt dies für die Entwicklung des „Life & Brain“-Forschungszentrums auf dem Gelände der Bonner Universitätskliniken, wo akademische Spitzenforschung im medizinischen Bereich mit industrieller Produktentwicklung vereint werden sollte. Prof. Horden betrachtet den Systembau als die zukunftsweisende Technologie. Die Ablehnung von vorgefertigten Modulen erachtet er für nicht gerechtfertigt, arbeiten doch auch traditionelle Bauweisen mit vorfabrizierten Elementen wie Tür und Fenster. Das Verständnis für Vorfertigung werde seiner Meinung nach langsam in die Köpfe der Kunden vordringen. Küchenmöbel seien auch europaweit in den gleichen Maßen gefertigt, doch niemand fühle sich dadurch in seiner Individualität beeinträchtigt. Mit den ungenutzten Potenzialen der Stahlskelettbauweise befasst sich das Symposium „Architektur aus der Fabrik - Konstruktive Möglichkeiten der Systembauweise“ der Akademie der Architekten | Sachsen mit Kooperation mit der Ofra Generalbau. International renommierte Referenten wie Prof. Richard Horden, Dr. Barbara Janorschke (HWP-Planungsgesellschaft, Stuttgart) und Dr. Martin Neujahr (Stöffler Abraham Neujahr Tragwerksplanung GmbH, Darmstadt) befassen sich mit Aspekten des modularen Bauens. Konstruktive Einsatzmöglichkeiten der Systembauweise, bautechnische Fragen und die Eignung für den Bau von Gebäuden mit besonderen technischen Anforderungen (Labor- und Klinikgebäude) werden Schwerpunkte der Referate sein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 26. Juni 2003 ab 10 Uhr im Haus der Architekten in Dresden, Goetheallee 37, statt.

zurück zur News-Übersicht