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OFRA plant für „LIFE & BRAIN“

Ein Projekt, das unter deutschen Wissenschaftlern seit geraumer Zeit für Furore sorgt, nimmt Gestalt an: Für das geplante neurowissenschaftliche Forschungszentrum „LIFE & BRAIN“ wurde jetzt ein Bieterwettbewerb für die Planung und Architektur des zentralen Laborgebäudes ausgeschrieben. Unter den fünf für die „Endrunde“ zugelassenen Bietern für das höchst anspruchsvolle Projekt: OFRA Generalbau. Auf dem Gelände der Bonner Universitätskliniken auf dem Venusberg soll ein in dieser Form einzigartiges Projekt entstehen: Eine Technologie-Plattform, die, in Deutschland sonst eher unüblich, akademische Spitzenforschung im medizinischen Bereich und industrielle Produktentwicklung unter einem Dach vereint. „LIFE“ steht für „Lebenswissenschaftliche Integrierte Forschung und Entwicklung“, „Brain“ verdeutlicht den Bezug zur Hirnforschung. Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer werden angesichts der stetig steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung in der Zukunft immer mehr Menschen betreffen. Umso mehr Gewicht bekommt die Forschung an diesen Krankheitsbildern. Ähnliche Konstrukte wie „LIFE & BRAIN“ gibt es bereits in den USA, und die Vorteile liegen auf der Hand - der Weg von der Entwicklung zur Anwendung verkürzt sich, außerdem bringen beide Seiten eine attraktive „Mitgift“ in die Ehe ein: Die Industrie verfügt über die finanziellen Mittel, die Forschung über das ebenso wichtige klinische Material, zum Beispiel menschliches Hirngewebe, und die dazugehörigen Daten. Ziel dieser Kooperation ist auch, die akademische Forschung für vielversprechende junge Wissenschaftler attraktiv zu machen, damit sie nicht in Scharen in die freie Wirtschaft anwandern. Das Forschungszentrum wird eine enge Verbindung zur Bonner Universitätsklinik unterhalten, die auch als Gesellschafter der künftigen „LIFE & BRAIN“-GmbH fungiert. Die Hirnforschung der Bonner genießt einen hervorragenden Ruf und gilt in vielerlei Hinsicht als wegbereitend, nicht zuletzt durch das aufsehenerregen- de Stammzellenforschungsprojekt von Prof. Oliver Brüstle. Brüstle, der ebenfalls Mitgesellschafter von „LIFE & Brain“ ist, hat bereits zuvor mit OFRA zusammengearbeitet: Sein Forschungslabor auf dem Universitätsgelände am Venusberg war 2002 in Systembauweise aufgestockt und somit erweitert worden. Im Frühjahr 2002 wurde das Bau-Projekt „LIFE & BRAIN“ vom Land Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben. „Die Planung war für uns eine echte Herausforderung“, sagt OFRA-Geschäftsführer Helmut Bössmann. „Nicht nur wegen der kurzen Laufzeit, sondern vor allem durch die geforderten Standards: Die Anforderungen an das Labor und vor allem an das Schwingungsverhalten sind sehr hoch.“ Umso stolzer ist man bei OFRA, dass der Entwurf termingerecht fertig war und bereits bei der Vor-Präsentation vor allem für die architektonische Gestaltung gelobt wurde. Die Reihe der übrigen am Wettbewerb beteiligten Firmen liest sich wie ein Who-is-who der Bau-Branche: Bilfinger & Berger, Strabag, Züblin und Hochtief reichten ebenfalls Entwürfe ein. „Die illustre Reihe unserer Mitbewerber zeigt, dass sich OFRA am Spitzenfeld der deutschen Baufirmen orientieren kann“, bilanziert Bössmann. „Die Anforderungen an moderne Gebäude werden immer spezieller und der Systembau beweist, dass er ihnen gewachsen ist.“

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