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Nachhaltigkeit im Schulbau

Hamburger Schulbehörde setzt auf Ofra:
Nachhaltigkeit in der Praxis

Hamburg/Beverungen. Die Hamburger Schulbehörde setzt Systembauten der Beverunger Ofra Generalbau ein, die bei Bedarf komplett umgesetzt werden können. Das Besondere: Die Verwendung des Systembaus entspricht voll und ganz dem Nachhaltigkeitsgedanken. An der Förderschule Heidstücken in Bramfeld wird jetzt ein „neuer“ Pavillon eingeweiht, der im Frühjahr auf Wanderschaft ging.
Bis vor kurzem stand der Pavillon noch auf dem Gelände der Peter-Petersen-Gesamtschule in Wellingsbüttel. Der erst Mitte der Neunziger Jahre hergestellte Pavillon wurde kaum noch genutzt. Anstatt den Bau herumstehen zu lassen oder ihn abzureißen, nutzte die Hamburger Schulbehörde die Flexibilität des Systembaus und ließ den Pavillon an die Förderschule Heidstücken umsetzen.
Innerhalb eines einzigen Tages wechselte der komplette Bau im März seinen Standort. Nach gründlicher Renovierung können die Räume – , zwei Klassenzimmer, ein Besprechungszimmer und ein Differenzierungsraum – jetzt bezogen werden. Der zusätzliche Platz wird dringend benötigt: „Wir haben zur Zeit 200 Schüler“, erklärt die Schulleiterin der Schule Heidstücken, Birgit Mangelsdorf. „Als ich 1998 an die Schule kam, waren es nicht einmal halb so viele.“
Die Umsetzung wird durch die typische Struktur des Ofra-Systembaus ermöglicht. In der Planungsphase am Firmenstandort Beverungen wird das Gebäude in Einzelmodulen entworfen. Jedes dieser Module besteht aus einem tragenden Stahl-Skelett, auf das Wände, Decken, Türen und Fenster montiert werden. Vor Ort werden die Teile dann zum fertigen Gebäude zusammengesetzt und miteinander verschraubt und verschweißt. Lästiger Lärm und Staub durch Bauarbeiten entfallen so fast völlig, und durch die weitgehende Vorfertigung ist das Verfahren äußerst zeitsparend.
Der Gedanke der Nachhaltigkeit findet sich in der Systembauweise vorbildlich realisiert: Hochgradig recyclingfähige Materialien wie Stahl für die tragende Konstruktion und mineralische Elemente wie Gips im Innenausbau garantieren eine nachhaltige Schonung der Ressourcen. Darüber hinaus sorgen sie durch ihre Haltbarkeit und Stabilität für eine lange Lebensdauer des Gebäudes. Die Verwendung gesundheitsschonender Materialien garantiert ein hohes Maß an ökologischer Unbedenklichkeit. Hervorragende Werte in der Wärmedämmung und im Schallschutz sind selbstverständlich.
Die Stahlrahmenkonstruktion erlaubt jederzeit eine Veränderung der Grundrisse, da es keine tragenden Innenwände gibt. Dadurch wird die Lebensdauer eines Gebäudes erheblich verlängert, Umnutzung oder Mehrfachnutzung sind so unproblematisch zu realisieren. Ein Gebäude kann jederzeit wieder abgebaut werden, ohne es zu beschädigen. Bei der Umsetzung werden die Raumeinheiten sachgerecht voneinander getrennt, zum neuen Standort transportiert und dort ebenso sorgfältig wieder zusammengesetzt. Wie im Zeitraffer entsteht das selbe Bauwerk noch einmal neu und steht auch einem Neubau in nichts nach!
Die dabei entstehenden Kosten sind vergleichsweise gering: Je nach erforderlichem Renovierungsaufwand fallen etwa 35 bis 45 Prozent der Kosten für einen Neubau an, Entsorgungskosten entfallen völlig.
So bekommen die Schüler der Förderschule Heidstücken nicht nur neue Räume, sondern werden beispielhaft an den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen herangeführt. Ein Beispiel, das Schule machen sollte!


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