
Patienten-Hotels
Luxus als SparmaßnahmeSeit Jahren entwickelt sich das Gesundheitswesen kontinuierlich zur Gesundheitswirtschaft. DRG-Vergütung (Fallpauschalen), Kostendruck, zunehmender Wettbewerb und anspruchsvoller werdende Patienten zwingen zum Umdenken und werden nach Ansicht vieler Experten die Kliniklandschaft in Deutschland und Europa verändern. Einrichtungen, die sich nicht oder zu spät umstellen, könnten früher oder später das Nachsehen haben. Insbesondere bei großen Häusern, die auf Grund ihrer Struktur oft weniger schnell reagieren können, besteht die Gefahr, den Trend zu verpassen und das wirtschaftliche Fundament zu schwächen.
Doppelte Herausforderung
Um mehr Leistung zu bieten und gleichzeitig Kosten zu reduzieren, muss das Gesundheitswesen wirtschaftlicher arbeiten. Eine Möglichkeit, diesen Spagat zu meistern, verspricht die Idee des Patientenhotels. Neu ist das Konzept nicht. In den USA gibt es diese Einrichtungen seit mehr als 30 Jahren, in Skandinavien seit 10 Jahren.
Der Patient als Kunde
Ärzte und Klinikbetreiber sind sich uneinig, ob Patienten als Kunden zu umwerben sind. Denn fast alle orientieren sich bei ihrer Entscheidung für oder gegen ein Krankenhaus primär an der Reputation der dort tätigen Mediziner. Bekannt ist aber auch, dass sich mit fortschreitender Genesung der Blick für das Ambiente schärft und Komfort und Service an Bedeutung gewinnen. Doch wie sieht es mit den Kosten aus?
Hotel für Kassenpatienten?
In Deutschland gibt es Klinikhotels bisher nur für Selbstzahler. Jetzt planen einige Universitätskliniken, ihre stationären, gesetzlich versicherten Patienten in Hotels zu versorgen. Aus gutem Grund: Die Unterbringung im Hotelbett ist günstiger als in der Klinik. Das Krankenhaus kann Kosten senken und gleichzeitig mehr Service bieten. Welche Einsparungen möglich sind, hängt von den Bedingungen in den Einrichtungen ab. Experten sind sich aber weitgehend einig, dass sich ein Patientenhotel ab 200 Betten aufwärts rechnet. „Die Unterbringung auf einer Akutstation kostet circa 150 bis 180 Euro pro Tag. Diesen Satz können Patientenhotels um rund 80 bis 100 Euro unterbieten“ erklärt Marie-Luise Müller, Geschäftsführerin der Deutsche Patienten Hotel GmbH. Übertragen auf ein 100-Zimmer-Patienten-Hotel, ergäbe sich für die Klinik eine Ersparnis von 2,5 bis 3 Millionen Euro pro Jahr, so Müller weiter.
Schlüssiges Konzept
Nicht jeder Patient benötigt ständig alle Ressourcen einer Akutstation. So genannte „Low-Care-Patienten“, die nicht mehr oder noch nicht die akutstationäre Betreuung brauchen, können in ein benachbartes Gebäude auf dem Klinikgelände verlegt werden. Innerhalb der Hotelstation bleiben sie in der Verantwortung der behandelnden Fachärzte. Für die Betreuung sind neben speziell geschultem Hotelpersonal qualifizierte Pflegekräfte wie Krankenschwestern und Pfleger zuständig.
Wer nutzt das Patientenhotel?
Durchschnittlich 25 % der heute stationären Patienten, schätzt die Abbakus GmbH (ein deutsch-skandinavisches Unternehmen, das Low-Care-Hotelstationen und Patientenhotels konzipiert, betreibt und finanziert) könnten als Patienten der Low-Care-Pflegestufe im Patientenhotel aufgenommen werden und dort erstklassigen Service, gepaart mit medizinischer Sicherheit, genießen. Potentielle Gäste sind genesende Patienten, die noch nicht entlassen werden können, sondern weiterhin eine medizinische Überwachung benötigen – ebenso
Patienten vor einer Operation. Ferner ambulante Patienten mit weiten Anfahrtswegen oder hoher Besuchsfrequenz. Gäste können auch Angehörige sein, die in der Nähe ihres kranken Familienmitglieds bleiben möchten. Weiterhin lassen sich in der Hotelstation Studienteilnehmer oder Kongressbesucher komfortabel unterbringen.
Geradezu ideal ist das Patientenhotel für Frauen nach der Entbindung.
Wie stehen die Kassen dazu?
Für die Krankenkassen stellen Patientenhotels kein ökonomisches Problem dar – die Leistung wird ja nicht teurer, sondern preiswerter. DAK-Chef Herbert Rebscher sieht auch keine Risiken für seine Versicherten. „Die Sicherheit einer Klinik mit dem Komfort eines Hotels zu verbinden“ ist für Rebscher der Prüfstein, denn „Die Patienten kommen nur, wenn sich herumspricht, dass die Einrichtung auch medizinisch gut ist.“
Gesundheitshotellerie als neues Berufsfeld?
Rund 70 % der Aufwendungen eines Krankenhauses werden für Personalkosten veranschlagt.1) Da lohnt es sich, die Aufgaben so zu verteilen, dass qualifiziertes Personal nicht für einfache Tätigkeiten eingesetzt wird. „Gerade Pflegende widmen heute vielfach noch fast ein Drittel ihrer Kraft pflegefremden oder patientenfernen Tätigkeiten“ erklärt der Geschäfts-führer von Abbakus, Franz-Josef Richter, gegenüber der Ärzte Zeitung.2) Je nach Konzeption und Aufgabenbereich kann speziell geschultes Hotelpersonal eingesetzt werden, das durch eine Zusatzqualifikation zur „Gesundheitshotelfachkraft“ ausgebildet wurde. Kooperationen mit Unternehmen der Hotel- oder Cateringbranche bieten sich an.
Kritische Stimmen
Wie bei jeder neuen Idee, gibt es auch zum Thema Patientenhotels kritische Stimmen. Neben manchen Ärzten, die einen weiteren Abbau der Bettenkapazitäten fürchten, äußert sich auch Gerhard Meder, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Röhn-Kliniken AG, skeptisch dazu, ob im Patientenhotel die medizinische Überwachung lückenlos sichergestellt werden kann.3)
Die Befürworter von Patientenhotels, derzeit noch überwiegend Universitätskliniken, sehen das anders. Sie konzentrieren sich bereits auf die Ausschreibungen für Errichtung, Unterhalt und Betrieb ihrer Klinik-hotels – alles Aufgaben, die von der OFRA Unternehmensgruppe aus kompetenter Hand angeboten werden können.
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Darauf sollten Sie achten:
Termin- und Investitionssicherheit bietet Ihnen nur ein starker Partner, der in der Lage ist, Ihr Projekt zuverlässig und in Ihrem Sinne abzuwickeln.
OFRA verfügt über umfangreiche Erfahrungen und beste Referenzen aus den Bereichen Klinikbau, Hotellerie und Restaurant.
Eine Baumaßnahme in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus kann Patienten und Personal erheblich durch Lärm und Schmutz belästigen und den Klinikalltag beeinträchtigen.
Das OFRA Systemkonzept wird gern auch als der „sanfte Klinikbau“ beschrieben. Vorfertigung, präzise Montageabläufe und trockener Innenausbau reduzieren Staub- und Schallemissionen auf ein Minimum.
Zeit ist beim Bauen ein wesentlicher Faktor. Kurze Bauzeiten erlauben eine schnellere Nutzung des Gebäudes und verringern die Finanzierungskosten.
Das OFRA Systemkonzept ermöglicht durch präzise Planung und Durchführung extrem kurze Bauzeiten – ohne Abstriche bei der Bauqualität.
Auf Kunstfehler am Bau können Sie gern verzichten.
Eine Besonderheit der OFRA Systembauweise ist neben der hochwertigen Vorfertigung die perfekte Logistik. Sie sorgt für reibungslose Kooperation aller Gewerke und für Qualität „aus einem Guss“.
Zitierte Quellen:
1) Axel Springer AG, WELT, 24.09.05
„Investoren planen Patientenhotel“
2) Ärzte Zeitung, 26.09.2005
„Patientenhotels senken Klinikkosten“
3)KMA, Heft 119, Mai 2006
„Zunehmende Zweifel“
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